29.09.2020

Immer verfügbare Lebensmittel sind keine Selbstverständlichkeit.

Während des diesjährigen Landeserntedankfestes am 26. September der St.-Wigberti-Kirche in Erfurt äußerte der Präsident des Thüringer Bauernverbandes Dr. Klaus Wagner mit Blick auf die Corona Pandemie die Hoffnung, dass diese zu einem stärkeren Bewusstsein für die Bedeutung Leistung der Landwirt*innen geführt habe: „Vielen Menschen wurde in der Pandemie bewusst, dass immer verfügbare Lebensmittel keine Selbstverständlichkeit sein müssen. Die Befürchtung, ohne Essen zu Bett gehen zu müssen, rückte bei vielen gefühlt näher“, so Wagner. Während seiner Ansprache betonte der Bauernpräsident die besondere Stellung des Erntedankfestes für die Landwirt*innen. „Dieser Tag ist ein Moment der Dankbarkeit, Dankbarkeit für das Gegebene und das Gleistete.“ Wagner erinnerte auch daran, dass die Landwirtschaft in diesem Jahr vielerorts mit der Unbill des Wetters zu kämpfen hatte, darunter größeren Trockenperioden, Spätfrösten zu den Eisheiligen und einen massiven Feldmausplage, die die Ernteergebnisse vieler Landwirt*innen schmälerte. Die insgesamt leicht unterdurchschnittliche Ernte der Thüringer Landwirt*innen war erst durch die Niederschläge im Mai und Juni möglich geworden. Noch im April bestand die akute Gefahr eines dritten Dürrejahres in Folge. Während des ökumenischen Gottesdienstes übergab der Bauernpräsident vor rund 50 Anwesenden sieben traditionelle Erntekronen der Thüringer Landfrauen an den Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow, Sozialministerin Heike Werner sowie weitere Repräsentant*innen des Freistaates, der Kirchen und der Stadt Erfurt. Aufgrund der Corona-Pandemie fand in diesem Jahr der Gottesdienst und die sich anschließende Bauernmahlzeit unter strikten Hygieneregeln statt, auf den traditionellen Bauernmarkt mit dem landesweit beliebten Unterhaltungsprogramm wurde verzichtet.